Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem Tisch voller Gegenstände: ein Rock, ein Stift, eine Tasse und ein kleiner Stein. Eine Forscherin bittet Sie auf Deutsch: „Nehmen Sie den Rock.“ Sie tun es in weniger als einer Sekunde. Doch eine winzige Kamera, die Ihre Augenbewegungen verfolgt, hat etwas bemerkt, das Ihnen selbst gar nicht bewusst war: Kurz bevor Sie nach dem Rock gegriffen haben, ist Ihr Blick zum Stein gesprungen. Warum? Weil Sie auch Englisch sprechen – und auf Englisch heißt ein Stein rock.
Experimente wie dieses, die die Psychologen Viorica Marian und Michael Spivey Anfang der 2000er-Jahre als Erste durchführten, haben etwas Überraschendes über Menschen gezeigt, die zwei Sprachen sprechen. Selbst wenn sie gerade nur eine davon benutzen, arbeitet die andere leise im Hintergrund weiter. Forscher schätzen oft, dass mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung im Alltag zwei oder mehr Sprachen verwendet. Es geht also nicht um eine seltsame Ausnahme, sondern darum, wie eine riesige Zahl menschlicher Gehirne funktioniert. Die eigentliche Frage lautet: Was macht es mit dem Geist, gleichzeitig mit zwei Sprachen zu leben? Die Antwort ist, wie Sie sehen werden, viel interessanter – und viel umstrittener –, als die bekannten Schlagzeilen vermuten lassen.
Zwei Sprachen, die sich nie abschalten
Lange Zeit stellte man sich vor, ein zweisprachiges Gehirn funktioniere wie ein Radio mit zwei Sendern: Man wählt einen aus, und der andere verstummt. Das Experiment mit Rock und Stein und viele ähnliche Versuche haben gezeigt, dass dieses Bild falsch ist. Wenn ein zweisprachiger Mensch ein Wort hört, aktiviert das Gehirn mögliche Treffer in beiden Sprachen, vor allem wenn die Wörter ähnlich klingen. Dann muss es in Sekundenbruchteilen entscheiden, welche Sprache gerade relevant ist, und die andere zur Seite schieben.
Dieser ständige Wettbewerb ist die zentrale Idee hinter den meisten Forschungen zur Zweisprachigkeit. Um eine Sprache zu sprechen, ohne aus Versehen in die andere zu rutschen, braucht das Gehirn eine Art inneren Verkehrspolizisten. Psychologen nennen diese Fähigkeit Inhibitionskontrolle: die Fähigkeit, Informationen zu ignorieren, die im Moment nicht nützlich sind. Sie gehört zu einer größeren Gruppe geistiger Fähigkeiten, den sogenannten exekutiven Funktionen. Dazu zählen auch das Wechseln zwischen Aufgaben und das Festhalten von Informationen im Kopf, während man mit ihnen arbeitet.
Die Logik schien einfach. Wenn Zweisprachige ihren inneren Verkehrspolizisten jeden Tag Hunderte Male einsetzen, nur um in der richtigen Sprache zu bleiben, wird er vielleicht stärker – so wie ein Muskel durch Training wächst. Und wenn er stärker wird, hilft er womöglich auch bei anderen Dingen: sich in einem lauten Büro zu konzentrieren, Ablenkungen auszublenden oder schnell von einer Aufgabe zur nächsten zu wechseln. Diese Idee wurde als bilingualer Vorteil bekannt und war etwa zwanzig Jahre lang eine der spannendsten Geschichten der Psychologie.
Von „verwirrten Kindern“ zu „Supergehirnen“
Man sollte sich daran erinnern, dass die Geschichte vor gar nicht so langer Zeit genau umgekehrt erzählt wurde. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts glaubten viele Lehrer, Ärzte und Forscher in Großbritannien und den USA, dass es einem Kind schade, mit zwei Sprachen aufzuwachsen. Mehrere Studien aus dieser Zeit berichteten, dass zweisprachige Kinder in Intelligenztests schlechter abschnitten, und Eltern wurde manchmal geraten, zu Hause nur die Mehrheitssprache zu sprechen.
Das Problem: Diese frühen Studien waren schlecht aufgebaut. Oft verglichen sie arme Einwandererkinder, die in einer Sprache getestet wurden, die sie kaum beherrschten, mit wohlhabenderen Kindern, die in ihrer Muttersprache getestet wurden. Kein Wunder, dass die Einwandererkinder schlechter abschnitten – mit der Zweisprachigkeit selbst hatte das aber nichts zu tun.
Der Wendepunkt kam 1962, als zwei Forscher der McGill University in Montreal, Elizabeth Peal und Wallace Lambert, zehnjährige Kinder, die Französisch und Englisch sprachen, sorgfältig mit Kindern verglichen, die nur Französisch sprachen. Diesmal hatten beide Gruppen einen ähnlichen sozialen Hintergrund. Das Ergebnis überraschte viele: Die zweisprachigen Kinder schnitten in einer Reihe von Tests besser ab, vor allem in solchen, die flexibles Denken erforderten.
Ab den 1990er-Jahren veröffentlichten die kanadische Psychologin Ellen Bialystok und ihr Team eine lange Reihe von Studien, die darauf hindeuteten, dass zweisprachige Kinder und Erwachsene bei Aufgaben schneller und genauer waren, bei denen man irreführende Informationen ignorieren muss. Ein typisches Beispiel ist ein Test, bei dem man je nach Richtung eines Pfeils eine Taste drücken muss, ohne darauf zu achten, auf welcher Seite des Bildschirms der Pfeil erscheint. Zweisprachige schienen diesen Konflikt oft effizienter zu lösen. In den 2010er-Jahren verkündeten Zeitungen selbstbewusst, eine zweite Sprache zu lernen mache klüger, besser im Multitasking und kreativer.
Das Problem mit guten Nachrichten
Die Wissenschaft hat jedoch die Angewohnheit, ihre eigenen Ergebnisse zu überprüfen. Als andere Teams versuchten, die Studien zum bilingualen Vorteil zu wiederholen, fanden viele von ihnen nichts. Eine besonders wichtige Herausforderung kam von Angela de Bruin und ihren Kollegen an der Universität Edinburgh. Statt ein weiteres Experiment durchzuführen, untersuchten sie das Forschungssystem selbst.
Sie sammelten 104 Kurzfassungen (sogenannte Abstracts) zu Zweisprachigkeit und exekutiver Kontrolle, die zwischen 1999 und 2012 auf wissenschaftlichen Konferenzen vorgestellt worden waren. Konferenzbeiträge sind eine nützliche Stichprobe, weil Forscher ihre Ergebnisse dort präsentieren, bevor jemand entscheidet, ob sie eine Veröffentlichung wert sind. Anschließend prüfte das Team, welche dieser Studien später in Fachzeitschriften erschienen.
Rund 63 % der Studien, die einen bilingualen Vorteil stützten, wurden am Ende veröffentlicht. Von den Studien, die ganz oder überwiegend keinen Vorteil fanden, schafften es nur 36 % in eine Fachzeitschrift.
Das ist ein klassisches Beispiel für Publikationsbias: Positive, aufregende Ergebnisse werden mit größerer Wahrscheinlichkeit veröffentlicht als langweilige oder negative. Wer nur die veröffentlichte Literatur liest, bekommt deshalb ein viel optimistischeres Bild, als die gesamte Datenlage tatsächlich hergibt. Der Grund ist nicht unbedingt Unehrlichkeit – Herausgeber und Autoren finden „Wir haben einen Effekt entdeckt“ einfach interessanter als „Wir haben keinen Unterschied gefunden“.
Später machten größere Analysen das Bild noch unklarer. Eine bedeutende Übersichtsarbeit, die Minna Lehtonen und ihr Team 2018 veröffentlichten, fasste die Ergebnisse von 152 Studien mit Erwachsenen zusammen. Ihr Fazit: Berücksichtigt man den Publikationsbias, gibt es keine überzeugenden Belege dafür, dass Zweisprachigkeit die exekutiven Funktionen allgemein verbessert. Andere Forscher, darunter der Psychologe Kenneth Paap, argumentieren, dass sich die kleinen Unterschiede in manchen Studien besser durch andere Faktoren erklären lassen, etwa durch Bildung, Einkommen oder kulturellen Hintergrund.
Heißt das, die ganze Idee war ein Mythos? Nicht ganz. Einige Wissenschaftler glauben nach wie vor, dass es in bestimmten Gruppen echte, aber kleine Effekte gibt – zum Beispiel bei Menschen, die sehr häufig zwischen Sprachen wechseln, oder bei älteren Erwachsenen. Was sich eindeutig verändert hat, ist die Gewissheit. Die ehrliche Zusammenfassung lautet heute: Zweisprachigkeit macht aus gewöhnlichen Menschen keine geistigen Superhelden, und falls sie im Alltag überhaupt einen kognitiven Schub gibt, ist er bescheiden und schwer zu messen.
Ein Schutzschild gegen Demenz?
Die hoffnungsvollste Behauptung von allen betrifft das alternde Gehirn. 2007 werteten Ellen Bialystok und ihr Team die Akten von 184 Patienten einer Gedächtnisklinik in Toronto aus. Wer sein ganzes Leben lang zwei Sprachen gesprochen hatte, entwickelte die ersten Demenzsymptome im Durchschnitt etwa vier Jahre später als Menschen, die nur eine Sprache sprachen.
Viele vermuteten, dass sich dieses Ergebnis durch Einwanderung erklären ließ. Viele der Zweisprachigen in Toronto waren Einwanderer, und Menschen, die in ein anderes Land ziehen, können sich in Gesundheit, Bildung oder Lebensstil unterscheiden. Deshalb erregte eine Studie aus Indien große Aufmerksamkeit. 2013 untersuchte ein Team unter der Leitung von Suvarna Alladi 648 Patienten einer Gedächtnisklinik in Hyderabad – einer Stadt, in der der Gebrauch mehrerer Sprachen völlig normal ist und nichts mit Einwanderung zu tun hat. 391 dieser Patienten waren zweisprachig. Im Durchschnitt traten ihre Demenzsymptome etwa viereinhalb Jahre später auf: mit rund 65,5 statt mit 61 Jahren. Bemerkenswert war, dass sich der Effekt auch bei Patienten zeigte, die weder lesen noch schreiben konnten. Das spricht dafür, dass Schulbildung nicht die versteckte Erklärung war.
Wie könnte eine zweite Sprache Demenz hinauszögern? Die gängigste Erklärung ist die Idee der kognitiven Reserve. Zweisprachigkeit scheint nicht zu verhindern, dass die Krankheit das Gehirn schädigt. Stattdessen könnte ein Gehirn, das jahrzehntelang zwei Sprachen verwaltet hat, zusätzliche Netzwerke aufbauen und lernen, Schäden auszugleichen – sodass es trotz der Schädigung länger normal funktioniert. Gehirnscans stützen das bis zu einem gewissen Grad: Eine Studie aus Toronto von 2011 ergab, dass zweisprachige Alzheimer-Patienten deutlich mehr körperliche Schäden im Gehirn hatten als einsprachige Patienten mit gleich starken Symptomen.
Doch auch hier ist die Datenlage widersprüchlich. Einige spätere Studien, vor allem solche, die gesunde Menschen über viele Jahre begleiteten, statt rückblickend Klinikakten auszuwerten, fanden kaum oder gar keine Schutzwirkung. Die sicherste Schlussfolgerung ist daher vorsichtig: Lebenslange Zweisprachigkeit könnte dem Gehirn helfen, mit Schäden umzugehen, ist aber kein garantierter Schutzschild – und Wissenschaftler streiten noch darüber, wie stark der Effekt wirklich ist.
Bringt jede Sprache ihr eigenes Weltbild mit?
Bisher ging es darum, wie effizient das Gehirn arbeitet. Doch es gibt eine weitere, vielleicht noch faszinierendere Frage: Verändert die Sprache, die Sie gerade benutzen, was Sie wahrnehmen und wie Sie Ereignisse verstehen? Diese Idee ist alt und wird oft mit dem amerikanischen Sprachwissenschaftler Benjamin Lee Whorf verbunden. Ihre stärkste Version – dass die Sprache das Denken vollständig bestimmt – gilt als widerlegt. Eine schwächere Version hat in Experimenten jedoch echte Bestätigung gefunden.
Nehmen wir die Farben. Das Englische hat ein einziges Grundwort, blue, das Russische dagegen zwei: goluboy für Hellblau und siniy für Dunkelblau. In einer Studie von 2007 zeigten Jonathan Winawer und sein Team russisch- und englischsprachigen Menschen Paare blauer Quadrate. Die russischsprachigen Teilnehmer unterschieden zwei Farbtöne schneller, wenn diese in verschiedene russische Kategorien fielen. Interessanterweise verschwand dieser Vorteil, wenn sie sich gleichzeitig eine Reihe von Wörtern merken mussten. Das deutet darauf hin, dass die Sprache aktiv an der Aufgabe beteiligt war.
Zweisprachige fügen dieser Geschichte noch eine Wendung hinzu, denn sie tragen zwei Sprachen in sich und können zwischen ihnen wechseln. Eine 2015 veröffentlichte Studie von Panos Athanasopoulos und seinem Team untersuchte, wie Menschen Bewegungen beschreiben. Deutschsprachige nennen häufig das Ziel einer Handlung („Eine Frau geht auf ihr Auto zu“), während Englischsprachige öfter nur die Handlung selbst beschreiben („a woman is walking“, also etwa „Eine Frau ist gerade am Gehen“). Das liegt unter anderem daran, dass die englische „-ing“-Form die Aufmerksamkeit auf das lenkt, was genau jetzt geschieht – eine solche grammatische Form gibt es im Deutschen nicht.
Die Forscher zeigten kurze Videos mehrdeutiger Szenen, etwa eine Frau, die eine Straße entlanggeht, während in der Ferne ein Auto parkt, und fragten die Teilnehmer, welcher anderen Szene sie ähnlicher sei. Deutschsprachige sahen die Handlung häufiger als zielgerichtet. Dann kam der raffinierte Teil. Deutsch-englische Zweisprachige sollten, während sie die Videos ansahen, laut Zahlenfolgen wiederholen – mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Wer eine Sprache auf diese Weise beschäftigt, blockiert sie. War das Englische blockiert, verhielten sich die Zweisprachigen wie Deutschsprachige; war das Deutsche blockiert, verhielten sie sich wie Englischsprachige. Und als die Sprache der Zahlen mitten im Experiment wechselte, änderte sich auch ihre Sicht auf die Szenen.
Mit anderen Worten: Die Zweisprachigen waren nicht auf eine feste Perspektive festgelegt. Ihre Wahrnehmung schien der Sprache zu folgen, die gerade aktiv war.
In jeder Sprache ein anderer Mensch?
Viele Zweisprachige sagen, sie fühlten sich je nach Sprache ein wenig anders – in der einen höflicher, in der anderen direkter oder witziger. Wissenschaftler haben versucht, dieses Gefühl zu überprüfen. In einer klassischen Studie aus den 1960er-Jahren bat die Linguistin Susan Ervin-Tripp japanisch-englisch zweisprachige Frauen in den USA, unvollständige Sätze zu ergänzen. Wenn ein Satz über einen Konflikt zwischen persönlichen Wünschen und den Erwartungen der Familie auf Japanisch ergänzt wurde, drückten die Antworten eher Traurigkeit oder Pflichtgefühl aus. Auf Englisch sagten dieselben Frauen häufiger, sie würden einfach ihren eigenen Wünschen folgen.
Ein Teil der Erklärung liegt darin, dass jede Sprache mit anderen Erinnerungen, kulturellen Normen und sozialen Situationen verbunden ist. Ein anderer Teil hat mit Gefühlen zu tun. Für die meisten Menschen fühlt sich die Muttersprache emotional „wärmer“ an als eine später gelernte Sprache – vielleicht weil man sie in der Kindheit erworben hat, umgeben von Familie, Gefühlen und starken Erlebnissen. Viele Zweisprachige berichten, dass Fluchen, Beten oder „Ich liebe dich“ in ihrer Muttersprache viel stärker wirkt.
Diese emotionale Distanz kann sogar moralische Entscheidungen verändern. 2014 legte ein Team um Albert Costa gemeinsam mit Boaz Keysar und Sayuri Hayakawa 725 Menschen ein berühmtes moralisches Dilemma vor. Ein Zug wird gleich fünf Menschen töten, und die einzige Möglichkeit, sie zu retten, besteht darin, einen großen, kräftigen Fremden von einer Brücke auf die Gleise zu stoßen – was ihn das Leben kostet. Die meisten Menschen weigern sich, ihn zu stoßen. Wurde das Dilemma jedoch in einer Fremdsprache statt in der Muttersprache der Teilnehmer präsentiert, entschieden sich etwa doppelt so viele dafür, einen Menschen zu opfern, um fünf zu retten. Die Forscher nannten das den Fremdspracheneffekt: Wer in einer zweiten Sprache denkt, reagiert offenbar weniger emotional, sodass kühleres, berechnenderes Denken die Oberhand gewinnt.
Spätere Arbeiten haben gezeigt, dass der Effekt nicht so einfach ist. Er ist schwächer bei Menschen, die die zweite Sprache sehr gut gelernt oder in emotionalen Situationen benutzt haben, zum Beispiel während eines Lebens im Ausland. Trotzdem ist die zentrale Lehre verblüffend: Dieselbe Person kann bei demselben Problem anders entscheiden – je nachdem, in welcher Sprache es ihr vorgelegt wird.
Verändert es also unser Denken?
Zusammengenommen erzählt die Forschung eine feinere Geschichte als die alten Schlagzeilen. Zwei Sprachen zu sprechen macht wahrscheinlich nicht allgemein klüger, und die Belege für einen großen Konzentrationsschub im Alltag sind bei genauer Prüfung deutlich schwächer geworden. Der mögliche Schutz vor Demenz ist real genug, um Wissenschaftler weiter zu beschäftigen, aber nicht stark genug, um ihn als Heilmittel zu bezeichnen.
Und doch verändert Zweisprachigkeit eindeutig etwas. Beide Sprachen bleiben gleichzeitig aktiv und konkurrieren ständig miteinander. Die Sprache, die Sie gerade benutzen, kann beeinflussen, was Ihnen in einer Szene auffällt, wie Sie sich an einen Konflikt erinnern und sogar, wie kühl Sie eine moralische Entscheidung beurteilen. Vielleicht lässt sich ein zweisprachiger Geist am treffendsten nicht als besseres, sondern als flexibleres Gehirn beschreiben – als ein Geist, der gelernt hat, zumindest manchmal durch zwei verschiedene Fenster auf dieselbe Welt zu blicken.
Das wirft eine Frage auf, über die es sich nachzudenken lohnt, wenn Sie gerade eine Sprache lernen: Wenn Ihre neue Sprache stärker wird und eigene Erinnerungen und Gefühle sammelt – ab wann ist sie nicht mehr nur ein Werkzeug, das Sie benutzen, sondern eine zweite Art, die Dinge zu sehen?
Quellen
- Peal, E. & Lambert, W. E. (1962). The relation of bilingualism to intelligence. Psychological Monographs.
- de Bruin, A., Treccani, B. & Della Sala, S. (2015). Cognitive advantage in bilingualism: An example of publication bias? Psychological Science.
- Lehtonen, M. et al. (2018). Is bilingualism associated with enhanced executive functioning in adults? A meta-analytic review. Psychological Bulletin.
- Bialystok, E., Craik, F. I. M. & Freedman, M. (2007). Bilingualism as a protection against the onset of symptoms of dementia. Neuropsychologia.
- Alladi, S. et al. (2013). Bilingualism delays age at onset of dementia, independent of education and immigration status. Neurology.
- Athanasopoulos, P. et al. (2015). Two languages, two minds: Flexible cognitive processing driven by language of operation. Psychological Science.
- Costa, A. et al. (2014). Using a foreign language changes moral decisions. University of Chicago News.



